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Armin Hollensteiner hat einen trockenen Humor, wie man so sagt. "Erst einmal in Bielefeld die Osningstraße hoch, dann links ab in Richtung Autobahn", beginnt der 50-jährige Ostwestfale seine Ausführungen auf die Frage, welche Route er denn von Bielefeld auf seinem Weg nach Südafrika genommen. Der Zuhörer, der sich daraufhin in Erwartung eines längeren Vortrags erst einmal gemütlich zurücklehnt, wird in den nächsten Minuten für seine Geduld durchaus belohnt – Armin Hollensteiner ist nicht nur ein lustiger Kerl, er hat auch jede Menge interessanter Geschichten von seiner Tour zu erzählen. |
Über Österreich, Slowenien und den restlichen Balkan ging’s durch Syrien in Richtung Afrika. Wo die ersten Grenzprobleme auf den Besitzer einer Messebaufirma warteten. "Mit dem Auto aus Ägypten rauszukommen, ist nicht so einfach. Erst mussten wir über eine Woche auf ein Transitschiff warten, dann hat es nach der Ankunft im Sudan einen ganzen Tag gedauert, bis der Wagen durch den Zoll war", berichtet Hollensteiner. |
Doch Hollensteiner musste sich auf seiner Tour nicht nur um Arminia Bielefelds Bekantheitsgrad kümmern, täglich war auch die Suche nach einer Übernachtungsgelegenheit ein Thema. "Ich habe überall geschlafen: In Hotels, im Zelt, ohne Dach über dem Kopf auf dem nackten Boden oder im Auto." Es ging auch alles nicht ganz ohne Blessuren ab: "Wir waren gerade in Äthiopien angekommen, da habe ich mir nachts auf dem Weg zur Toilette Fuß und Knie verstaucht. Bin im Dunkeln in eine tiefes Bauloch getappt – danach war zwei Wochen humpeln angesagt." Gravierenderes ist nicht passiert, bis auf einen mysteriösen Besuch beim Zahnarzt in Malawi vielleicht: "Mir ist eine Ecke vom Zahn rausgebrochen, da bin ich zum Zahnarzt. Da war mir schon ein wenig anders, aber es ist alles gut gegangen. Und ich habe jetzt eine Krone aus Alu im Mund", so Hollensteiner. |