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Die Tennisabteilung ist der jüngste Spross in der großen TuRa - Familie. Als die Abteilung im Jahr 1980 von 15 Unentwegten gegründet wurde, galt der weiße Sport noch weitestgehend als elitär und war den “besseren“ Bevölkerungsschichten vorbehalten. Aber gerade die Geschichte der Abteilung zeigt den Wandel zu einem Breitensport, was sicher auch mit den Erfolgen großer deutscher Spielerinnen und Spieler wie Steffi Graf, Boris Becker und Michael Stich ab Mitte der 80er Jahre und dem damit einsetzenden Interesse an diesem Sport verbunden war. Nach einigen Provisorien fand die Abteilung 1983 eine erste Heimat auf der Russheide, wo auf zwei Mattenplätzen gespielt und in einer kleinen Hütte, die heute am Fußballplatz von TuRa steht, gefeiert werden konnte. Später musste man nach Brackwede ausweichen, um auf den alten Plätzen des TC an der Sauerlandstraße die Zeit zu überbrücken, bis schließlich die eigene Anlage mit zunächst vier Plätzen im Jahr 1995 eingeweiht werden konnte. Vor allem hier nahm der Mitgliederbestand kontinuierlich und sehr schnell an. Die Abteilung trug diesem Zuwachs mit dem Bau von zwei weiteren Plätzen Rechnung. Eine gute Gemeinschaft, viele innovative Ideen (gesonderte Damen- und Herrenspieltage) und sportliche Erfolge ließen auch in den Zeiten nach dem großen Tennisboom die Mitgliederzahlen im Gegensatz zu anderen Vereinen kaum sinken. Ganz sicher trägt auch das Ambiente einer der schönsten Tennisanlagen in Bielefeld dazu bei, dass sich die Mitglieder wohl fühlen und Gäste gerne zu uns kommen. Dass Sport verbindet, kann man an dem ausgezeichneten Verhältnis zu unseren Nachbarn von der TA des Vfl Oldentrup erkennen. Wir betreiben gemeinsam Wege, Parkplätze, Wasserver- und Abwasserentsorgung, tauschen Spieler, Plätze und zur Not auch mal ein Fass Bier aus und messen uns jährlich in einem sportlichen Vergleich, der immer auch feucht-fröhlich bis tief in die Nacht andauert. Obwohl räumlich vom Hauptverein getrennt, pflegen wir zu den anderen Abteilungen des Vereins ein gutes Verhältnis, wie man im letzten Jahr an dem von der TA für alle Mitglieder veranstalteten Oktoberfest im FZZ Stieghorst sehen konnte. Die Eiche, die die Turnabteilung anlässlich des Deutschen Turnfestes 1980 in Frankfurt überreicht bekam, ist inzwischen auf unsere Anlage zu einem stattlichen Baum herangewachsen und steht als Symbol für unsere Zusammengehörigkeit. Ein ganz besonderer Dank soll an dieser Stelle dem Vorstand des Hauptvereins, insbesondere dem langjährigen Vorsitzenden Heinz Polte, ausgesprochen werden, der die Entwicklung der Abteilung wohlwollend und mit Rat und Tat unterstützt hat.
Euer Hardy Noll